Fragile Signals – Get Going!
Mit Fragile Signals verwandle ich eine alte Stereoanlage von einem Wiedergabegerät in ein spielbares Instrument. Kontaktmikrofone, Feedbackwege, eine speziell entworfene Rahmenantenne und Kassettenloops machen sie zu einem System, das ich über Empfang und Rückkopplung spiele.
Jenseits klarer Sendersignale suche ich nach Klängen, die sonst eher als Störung gelten. Sie werden empfangen, auf Kassette geloopt und wieder ins System eingespeist. Durch Improvisieren und Experimentieren entsteht daraus eine eigenständige elektroakustische Spielpraxis, welche leise, komplexe oder unbequeme Signale hörbar macht, die sonst von lauteren und einfacheren Mustern übertönt werden.

Aktueller Prototyp
Fragile Signals existiert bisher erst als Prototyp. Dieser zeigt das Instrumentarium, die Klangwelt und die performative Situation: eine präparierte Stereoanlage, Rahmenantenne, Kassettenloops, Feedbackwege, Licht und Raum.
Was Get Going ermöglicht
Mit einem Get-Going-Beitrag möchte ich mir eine konzentrierte Arbeitsphase ermöglichen, in der sich aus diesem fragilen System eine eigenständige elektroakustische Improvisations- und Forschungspraxis herausbilden kann.
Im Zentrum stehen nicht ein fertiges Produkt, sondern Zeit für klangliche Recherche, wiederholtes Spielen, Scheitern, Nachjustieren und die Entwicklung einer eigenen musikalischen Sprache. Noémi Büchi begleitet den Prozess als externes musikalisches Gegenüber; ortsbezogene Erprobungen mit kleinem Publikum dienen dazu, die entstehende Praxis zu prüfen.
Warum jetzt
Mit Pointed Frequencies habe ich 2024 gemeinsam mit Ben Kaczor eine erste musikalische Referenz im internationalen Release-Kontext gesetzt. Gleichzeitig wurde ich mit Neural Fiction vor allem als Medienkünstler sichtbar. Fragile Signals markiert nun den Schritt, meine über Installationen, audiovisuelle Systeme und Kollaborationen verteilte Klangarbeit in eine eigenständige elektroakustische Solo-Praxis zu überführen.